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Kennzeichen: Kleinrahmig; kleinste deutsche Schafrasse. Mischwollig. Meist weiß, gelegentlich schwarz; selten braun oder grau. Bei Böcken Mähnenbildung am Unterhals. Kurzschwänzig. Böcke haben ausgeprägte Schnecken, weibliche Tiere hornlos oder mit Hornstummeln.

Zuchtgeschichte: Ursprünglich in Ostpreußen und dem Baltikum. Gehört zur Gruppe der kurzschwänzigen nordischen Heideschafe. Nach dem Ersten Weltkrieg waren die Bestände im Ursprungsgebiet schon stark geschrumpft. Die heutige Zucht geht auf wenige Tiere zurück, die 1941 vom Münchener Tierpark Hellabrunn angekauft wurden.

 

Deren Nachkommen kamen in zahlreiche andere Zoos und gingen später auch in die Landeszucht. Zunächst waren fast alle Tiere weiß. Einzelne Züchter selektierten jedoch die wenigen farbigen Individuen, sodass es jetzt mehrere Farbschläge gibt. 1984 wurde in Frankfurt ein Zuchtverband gegründet. Seitdem deutliche Vermehrung der Bestände.

Verbreitung: Über Deutschland verteilt.

Leistung: Asaisonal. Ablammquote 130%. Problemloses Ablammen; gute Muttereigenschaften. Jährliche Wollmenge 1,5 bis 2,0 kg. Lebhaft. Robust und anspruchslos. Gut für die Landschaftspflege geeignet. Wildartiger Geschmack des Fleisches.

Nutzung: Hauptnutzung Fleisch, Wolle, Landschaftspflege.

Organisation: GEH e.V. und Landesschafzuchtverband Schleswig-Holstein

Website: www.schafzucht-kiel.de

Rote Liste: gefährdet

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