0123Thüringer Wald Ziege

Kennzeichen: Großrahmige Ziege mit schokoladefarbenem Fell. Beine, Gesichtsmaske sowie „Spiegel“ unter dem Schwanz weiß. Ohren hell gesäumt. Gelegentlich schwarze Tiere. Stehohren, langer Rücken, gut ausgebildetes Euter. Gehörnt und hornlos.

Zuchtgeschichte: Ende des 19. Jahrhunderts wurden Schweizer Ziegen, vor allem Toggenburger, in die bunten bodenständigen Ziegen eingekreuzt. Damals gab es drei Zuchtziele: Hohe Milchleistung, Kurzhaarigkeit und Hornlosigkeit. Die zunächst noch Thüringer Toggenburger genannte Rasse wurde 1935 nach eingehender Prüfung durch eine Züchterkommission in „Thüringer Wald Ziege“ (TWZ) umbenannt.

1936 umfasste die Rasse in Deutschland 57000 Tiere. Nach dem 2. Weltkrieg deutlicher Anstieg der Bestände, später allmählicher Rückgang der Tierzahlen. Nach der politischen Wende gab es nur noch rund 150 Tiere dieser Rasse. 1992 Neugründung des Thüringer Ziegenzuchtverbandes; damals wurde auch das Herdbuch neu eingerichtet.

Verbreitung: Rund ein Drittel der Population in Thüringen. Zahlreiche weitere Bestände in vielen Bundesländern und benachbarten Staaten.

Leistung: Robust und widerstandsfähig. Fruchtbar und leistungsstark. Die Jahresmilchleistung liegt bei 800 kg mit 3,6% Fett und 3,3% Eiweiß. Tägliche Zunahmen der Zicklein bei 200 g.

Organisation: GEH e.V. und Landesschafzuchtverband Schleswig-Holstein

Website: www.schafzucht-kiel.de

Rote Liste: stark gefährdet

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